Bike stolen

 

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Mein geliebtes Fahrrad werde ich wahrscheindlich nie wieder sehen 

Ich fuhr mit dem Fahrrad 80 Miles von Forestville nach San Francisco, um dort Jared, meinen Fahrradfreund, welchen ich in Guadalajara, Mexico, kennengelernt habe, zu besuchen. Ich durfte bei ihm im Lower Haight Quartier uebernachten, welches eines der beliebtesten Ausgehviertel von San Francisco ist und wo es viele Restaurants und Bars gibt.

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Nach einer Stadttour gingen wir in beliebten Quartier Misson aus, um dort zu essen und zu trinken, dazu nahmen wir wie es sich fuer Fahrradfahrer gehoert unsere Fahrraeder, da es damit wesentlich schneller geht, in der Stadt voran zu kommen. Um 22.00 Uhr des 6 Maerz 2014 stellten wir unsere Fahrraeder vor einer Bar ab und schlossen sie an einem fuer Fahrraeder vorgesehenen Metall ab. Danach gingen wir zu einer anderen Bar wo Jared arbeitet weiter und liessen die Fahrraeder dort stehen, da es nur 2 Strassen weiter war. Als ich um 02.00 Uhr morgens mit meinem Fahrrad zu Jareds Wohnung fahren wollte, war das Fahrrad weg, scheisse….

Da es bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufgetaucht ist, habe ich die Hoffnung so gut wie aufgegeben, doch wer weiss… Tja, das ist wohl die Ironie des Schicksals, dass mir in ganz Sued- und Mittelamerika nichts passiert ist, jedoch in der zivilisierten Welt der Vereinigten Staaten von Amerika wurde mir mein Fahrrad geklaut. Das einzig Positive dieser Situation ist, dass ich zum Glueck schon am Ziel angekommen bin. Doch der Frust sitzt tief, da ich doch mit diesem Fahrrad schon fast eine emotionale Beziehung aufgebaut hatte und es mich fuer 15 Monate auf meiner Reise quasi taeglich begleitete und ich sehr zufrieden war mit diesem Aarios Fahrrad, welches in der Schweiz handgefertigt wurde.

Doch beklagen bringt nichts und ich bin immer noch sehr dankbar fuer die Reise, welche ich machen durfte und die Leute und Laender, welche ich angetroffen habe. Nun geht es am 17 Maerz fuer mich nach Hause und darauf freue ich mich nach dann 16 Monaten auch entsprechend. Ich hoffe, dass ich mich dann schnell wieder im Alltag zurechtfinden werde, aber das kommt dann irgendwie schon.

Vielen Dank an alle, welche mich unterstuetzt haben, wir sehen uns in der Schweiz oder wo auch immer.

Peace OUT

Sydney

Yosemite Nationalpark

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Half Dome

Der Yosemite Nationalpark gehoert zu einem der schoensten Nationalpaerke der USA. Die Chance diesen Park zu sehen, wollte ich mir natuerlich auch nicht entgehen lassen. Da ich in den USA bereits mit dem Fahrrad, Auto und Bus unterwegs war, entschied ich mich nun, mit dem Zug und Bus in den Yosemitepark zu fahren. Natuerlich ist Amtrak nicht die SBB, doch der Zug war auf jeden Fall weniger gefuellt als auf schweizer Pendelerstrecken.

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Die Geschichte des Yosemiteparks ist jedoch eine traurige, wie so oft in Amerika, da die Ureinwohner ueber 4000 Jahren im Tal des heutigen Parks wohnten, bevor die Goldgraeber um 1850 hierhin gelangten, und die Leute vertrieben oder toeteten. Ueberzeugt euch selber von der schoenheit des Parkes in diesem Video, das am Filmfestival in Yosemite Village gezeigt wurde, einfach nur traumhaft und ohne Worte:

In Yosemite fahert man mit dem Bus in das riesige Tal, welches rechts und links von den Bergen ueberragt wird. Uebernachtet habe ich dort in geheizten Zelten, da es hier Winter ist, zwar nicht so kalt wie in der Schweiz, doch auch nicht allzu warm um draussen zu uebernachten.

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Yosemite Upper Fall

 

Am ersten Tag wanderte ich ueber 850 Hoehenmeter zum Yosemite Upper Fall. Dieser ist der hoechste Wasserfall von ganz Amerika und faellt ueber 750 Meter ins Tal herunter, das ist natuerlich sehr eindruecklich. Das Wetter dazu war ein bisschen bewoelkt, doch als schweizer Alpinist (oder so) liess ich mich dadurch nicht beeinrdrucken. Leider hatte ich Probleme mit meiner Kamera und so konnte ich nur Fotos mit meinem Ipod machen.

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Am naechsten Tag nahm ich mir das zweite Wahrzeichen des Yosemiteparks vor, die Nevadafalls. Da es in der Nacht im Tal geregnet und auf den Bergspitzen geschneit hatte, war das Szenario sehr maerchenhaft, fast nicht real. Denn ueber den Spitzen der Berge hatte es ein bisschen Schnee, wie Puderzucker. Der Aufstieg war diesmal nur 600 Hoehemeter und ein bisschen flacher, dafuer mit 12 km retour ein bisschen weiter in der Distanz. Auf dem Weg zu den Nevadafalls sieht man ausserdem noch den Half Dome von ziemlich nahe, welcher ein weiteres Wahrzeichen des Parks ist.

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Half Dome

Auf dem Weg zur Spitze kam ich ausserdem noch an weiteren Wasserfaellen vorbei, dabei konnte ich nur staunen und war einfach nur gluecklich ueber die Schoenheit dieser Natur.

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Mit diesen Naturspektakel endete mein insgesamt fuenftaegiger Aufenthalt in Yosemite, ein MUSS fuer jeden Kalifonienbesucher. Doch die Naturpracht hat natuerlich auch den Nachteil, dass insgesamt jaehrlich ueber 4 MILLIONEN Besucher hierhin kommen. Das ist genau die Haelfte der Schweizer Einwohnerzahl, welche jedes Jahr hierhin kommt. Nach einem emotionalen Abschied von der Natur machte ich mich wieder auf ins Stadtgewuehl von Kalifornien.