El Caribe

Von der Karibik habe ich schon getraeumt, als ich noch ein kleiner Junge war und deshalb war ich uebergluecklich, als ich in Kolumbien das erste Mal in Beruehrung mit dem Paradies kam. Man sagt ja immer, das Paradies kommt je nach Lebensstil nach dem Tode, doch in meinem Fall bezahlte ich 39000 Pesos Colombianos (18 Dollar), um ins Paradies im Parque Tayrona einzutreten.

K 098K 149Die Straende sind dort so schoen, dass ich 3 Tage in diesem Park blieb, um zu lesen, zu relaxen und die Natur zu geniessen. Fuer mich war dieser Nationalpark einer der schoensten Orte in Kolumbien, welche ich besuchte.

Im Park traf ich noch Desiree und ihre Familie, mit welcher ich im Park unterwegs war. Wir genossen das Wetter, den Strand und gingen auch noch schnorcheln. Das alles kam mir irgendwo so surreal vor, weil es so schoen war.

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Danach besuchte ich noch einen Schlammvulkan, wo ich ganz dreckig wurde, meine Haut fuelhlte sich jedoch danach wie die eines Babys an.

An meinem Geburtstag am 2. August nahm ich dann schliesslich Abschied von Kolumbien, um mit der Stahlratte nach Panama zu fahren. Die Stahlratte hat normalerweise Platz fuer 20 Personen, doch da wir nur 7 Leute waren hatten wir natuerlich alle viel mehr Platz, worueber sich niemand beklagte. Die reine Fahrtzeit betrug insgesamt 30 Stunden, die Gesamtdauer betrug 4 Tage, da wir noch 2 Tage auf verschiedenen Inseln in der Karibik verbrachten. Unser Kapitaen hiess Ludwig Hoffmann und ist Deutscher von Bremershafen, welcher jedoch seit 20 Jahren die Stahlratte faehrt. Denn frueher war die Stahlratte ein Kommunenschiff, welches anarchistisch gefuehrt wurde, spaeter dann sogar im Einsatz fuer Greenpeace stand. Es ist also ein Schiff mit Geschichte und Charakter, welches mir natuerlich sehr gefiel.

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DSCN3908Zu jedem Karibiktoern gehoert natuerlich auch ein richtiges Strandfeuer mit Fleisch, Salat und Bier. Von unserem Schiff aus konnten wir ausserdem schwimmen, schnorcheln und noch vieles mehr, es war einfach traumhaft. Auf www.stahlratte.de gibt es mehr Informationen.

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Die Inseln sind Teil von Panama, gehoeren jedoch den Kuna, die Einheimischen Leute, welche seit tausenden von Jahren auf diesen Inseln leben und mit welchen unser Kapitaen ein sehr gutes Verhaeltnis pflegt, d.h. dass die Leute uns immer wieder besuchen kamen, um natuerlich auch mit uns zu essen oder Armbaender zu verkaufen, was voellig in Ordnung war. Die Kuna sind von der Regierung autonom und haben sogar eigene Gefaengnisse auf den Inseln.

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Mein Fahrrad und ich haben jedoch nun genug Karibik gesehen und sind nun froh, von Panama Ciudad weiter Richtung Norden zu fahren, es wird heiss, doch auf die Hitze bin ich nun koerperlich und mental vorbereitet.

PELIGROSO, dar papaya

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Kolumbien allgemein:

Auf meiner Citytour in Medellin wurde ich mit dem Begriff “dar papaya” vertraut, dies bedeutet, den Leuten die Sachen stehlen wollen die Moeglichkeit geben, Wertgegenstaende zu klauen. Doch dies kann man vorbeugen, indem man den Rucksack z.B. in der Front traegt oder aber seine Wertgegenstaende nicht zur Schau stellt. Dabei sollte man natuerlich auch wissen, wohin man gehen sollte und wohin nicht.

Ich wollte eigentlich mit dem Fahrrad von Medellin nach Cartagena fahren, doch leider kam ich nur etwa 200 km weit in die Berge, bevor mein Vorhaben durch die Polizei gestoppt wurde. Doch nun der Reihe nach….

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Ich fuhr also von Medellin Richtung Berge los und musste insgesamt zwei Steigungen von je 2800 m ueberwinden, bevor ich ins Tal hinunter sausen konnte. Doch ganz hinunter kam ich nicht, da die Polizei mich frueher stoppte. Denn die Mineros sind momentan am streiken, da sie mit der Politik des Praesidenten Santos nicht einverstanden sind und da von den Goldminen vor allem die Grosskonzerne im Ausland profitieren und nicht die Leute, welche hart fuer den Goldabbau arbeiten (Klassische Story).

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Simmenthaler Kuehe, haha

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So leben die Leute in den Bergen

Deshalb haben die Mineros die ganze Strasse von Nord nach Sued blockiert und es kann momentan niemand dort passieren. Das waere ja alles bei weitem nicht so schlimm (dachte ich zumindest), doch das Problem ist, dass nun alle Strassen leer sind, da die Lastwagenfahrer auch nicht weiter gehen koennen und da liegt das Problem. Denn da die Strassen leer sind, hat es nun viele Diebe, welche schon diverse Kolumbianer attakiert haben und ihnen die Wertgegenstaende gestohlen haben. Die Polizei sagte mir, dass ich schon weiter gehen koennte, dies jedoch auf eigenes Risiko, was ich natuerlich nicht machte. Mein Leben ist mir wichtiger als mein Ego und so entschied ich mich, von Valdivia wieder nach Medellin zurueck zu fahren (mit Fahrrad und Bus).

Die betroffenen Leute sind natuerlich auch die Chauffeure, welche nun seit einer Woche feststecken und sich deshalb von den Leuten, welche in den Doerfern dort wohnen, bekochen lassen. Denn die Unternehmen wollen ihnen kein Geld fuer das Benzin bezahlen, um ueber einen grossen Umweg durch das Valle de Magdalena doch noch nach Cartagena zu kommen. So bleibt ihnen nur uebrig die Situation abzusitzen und zu hoffen, dass der Praesident den Konflikt bald loesen kann. Wann dies sein wird, kann niemand sagen und auch deshalb entschied ich mich nach Medellin zurueckzukehren, um mit dem Flieger nach Cartagena zu gelangen (obwohl dies sicherlich nicht meine Lieblingsvariante ist), doch ich will unbedingt die Karibik sehen und von dort aus das Schiff nach Panama nehmen.

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Grosses Polizeiaufgebot

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Die Chauffeure waren jedoch sehr herzlich und so teilten sie mit mir eine heisse Schokolade und ich zog dann schliesslich weiter nach Medellin. Ich hoffe fuer alle beteiligten Personen, dass bald eine Loesung fuer den Konflikt gefunden werden kann. Mitlerweile sind auch die Lecheros und Cafeteros am streiken, weil sie sich ungerecht behandelt fuehlen, denn sie verkaufen die Milch fuer 600 Pesos, waehrend dem wir Konsumenten dann 2000 Pesos dafuer bezahlen…

Hasta la victoria siempre… (Ernesto “Che” Guevara)

Medellin Ciudad

Vom Casa de Cyclista aus machte ich natuerlich auch diverse Ausfluege in die Stadt, welche noch vor 20 Jahren zu den gefaehrlichsten der Welt gehoerte, da Pablo Escobar, der Drogenbaron von Kolumbien dort sein Unwesen trieb. Z.b. bezahlte er jeder Person, welche einen Polizisten erschoss 1000 Dollar bar auf die Hand, weshalb moeglichst keine Personen mit der Polizei Kontakt haben wollten, da die Angst auch erschossen zu werden sehr gross war. Medellin gehoert mit ueber 2.2 Millionen Einwohnern zu den groessten Staedten von Kolumbien.

IMG_0693Heute ist Medellin sicherlich sicherer als auch schon, doch es gibt Orte, welche man auch noch heute besser meidet. Ich habe “The real city tour de Medellin” gemacht, in welcher uns ein Kolumbianer auch an die unschoenen Orte der Stadt mitnahm, wo sich Kinder noch bei hellichtem Tage mit Gras etc. berauschten und absolut high in der Strasse waren und uns bloed anmachen wollten. Doch ich denke, dass es dies in allen Grossstaedten dieser Welt gibt und man aufpassen sollte, wo man hingeht. Die Stadt hat sich in den letzten 20 Jahre sehr gemacht und es gibt natuerlich viele schoene Seiten, welche ich hier auch aufzeigen moechte.

DSCN3455Eines der Highlights meines Aufenthaltes in Medellin war die Seilbahn, welche von der Metrostation aus direkt in die hoeher gelegenen Orte geht, wo natuerlich auch viele Menschen wohnen und welche froh sind, mit der Seilbahn hochzufahren. Fuer mich war es zwar am Anfang schon ein bisschen komisch, denn normalerweise hat es Schnee, wenn ich die Seilbahn in der Schweiz benuetze. Doch die Aussicht war grandios, man konnte sogar bei ein paar Haeuser in die Kueche schauen, so nah war ich an den Haeusern. Bei naeherem betrachten faellt dann auf, dass die Leute hier auf sehr engem Raum zusammenwohnen, dabei ist alles aus Backstein, welches auch das Stadtbild praegt.

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IMG_0700DSCN3467Einer der beruehmtesten Kuenstler von Kolumbien ist Fernando Botero (welcher noch lebt), dessen Statuen auf einem Platz in Medellin ausgestellt sind. Dabei sind die Figuren extra so dick dargestellt, um sie sinnlicher erscheinen zu lassen. Weitere Werke von ihm sind im Museum zu bestaunen.

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Eine wichtige Strategie im neuen Stadtbild ist, Plaetze zu kreieren, in  welchen sich die Leute wohl fuehlen. Denn die meisten oeffentlichen Plaetze wurden in der Vergangenheit gemieden, da es dort oft gefaehrlich war. Es ist zwar nicht alles Gold was glaenzt, doch waehrend dem Tage fuehlt man sich im Stadtzentrum sicher.

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Der Stolz aller Leute von Medellin ist die Metro, welche immer sauber gehalten wird und wo sich auf dem Boden kein Dreck befindet, nicht einmal ein gekauter Kaugummi oder sonst etwas. Mein Tourguide von Medellin sagte mir, dass es den Leuten sehr wichtig sei, die Metro sauber zu halten, da es der Stolz der Einwohner ist. Denn es gibt so viele schlechte Sachen hier und die Leute versuchen deshalb sich an kleinen Dingen, wie der Metro zu erfreuen. Ich jedenfalls habe Medellin sehr genossen, jedoch war ich froh, wieder zu gehen, da mir Grossstaedte nicht so liegen und ich mehr die kleinen Orte bevorzuge. Jedoch kann man in der Stadt alles finden, was das Radlerherz begehrt…

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Casa de Cyclista Medellin

Um nach Medellin zu gelangen musste ich zuerst nochmals 50 km lang bergauf fahren, bevor ich dann schoen gemuetlich ins Tal von Medellin rollen konnte, so wie Endo Anaconda schon immer sang: “Eifach la roellelen und naer ga Znueni nae”… Doch damit war es dann noch nicht getan, denn ich musste von Medellin aus nach San Antonio de Prada, welches ein Vorort von Medellin ist und nochmals 300 m ueber Medellin liegt, da sich dort das Casa de Cyclista von Martha und Manuel befindet (http://casadeciclistasdemedellin.blogspot.com).

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Manuel erster von links.

Schliesslich kam ich nach ueber 8 Stunden radfahren uebergluecklich im Haus von Martha und Manuel an, wo noch zwei weitere Radfahrer von Argentinien beherbergt waren. Dort genoss ich schliesslich ein paar Tage Aufenthalt, da ich mich ein bisschen erholen und dazu noch Medellin kennenlernen wollte. Da mein Papa mir alle Karten fuer Mittelamerika und Mexiko an diese Adresse geschickt hatte, war ich froh, dass diese dann auch tatsaechlich in Kolumbien angekommen waren. Dazu musste ich noch das Oel meiner Rohloff-Schaltung wechseln, damit ich auch die naechsten 7000 km untern die Raeder nehmen kann. Im Casa de Cyclista merkt man sofort, dass da Personen am Werk sind, welche wirklich sehr Radbegeistert sind, das kann dann schon fast religioese Zuege annehmen, wie man auf dem Bild hier sieht.

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Jan und Eva aus der Slowakei (www.cos.sk)

Da immer mehr Tourenfahren zu Manuel nach Medellin kommen, ist er momentan dran, ein zusaetzliches Haus zu renovieren und zu vergroessern, damit alle Fahrradfahrer genuegend Platz und er mehr Privatraum hat. Die Arbeiter sind supernette Leute, welche nach dem Pflichtprogramm am Abend gerne noch in der Quartierbeiz hockenbleiben, um Aguardiente (Schnaps) oder Bier zu trinken. Zwischen ihnen sehe ich aus wie Schweizerkaese…

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Jaime, yo y Mario

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In Zukunft sollen nicht nur Fahrradfahrer, sondern auch Mochilleros (Rucksacktouristen) in sein Haus kommen koennen, dies jedoch gegen Bezahlung, da Manuel fuer die Renovationsarbeiter ueber 10000 US Dollar investiert hat und welche natuerlich auch wieder amortisiert werden muessen. Gegen eine kleine Bezahlung fuer Strom und Wasser koennen wir “Toureros” eigentlich fast gratis uebernachten, was sehr toll ist, da man sonst immer fuer Hotels, welche zwar billig sind, aufkommen muss. Die Zukunft muss in meinen Augen so aussehen, dass wir alle uns gegenseitig mehr helfen sollten und deshalb werde ich sicher nach meiner Rueckkehr in die Schweiz etwas aufzubauen versuchen, wo Radfahrer gratis unterkommen koennen, denn ich bin momentan ja auch um jede Hilfe von Einheimischen Leuten dankbar. Denn was braucht schon ein Radfahrer? Ein Dach ueber dem Kopf, Wasser (kalt oder warm ist egal), Kleiderwaschmoeglichkeit, Fahrradersatzteile, Kochmoeglichkeit und nette Leute, welche fuer den Austausch von Lebensansichten sorgen.

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Schweren Herzens zog ich dann nach meinem Aufenthalt in San Antonio de Prado weiter, um die Karibik zu erreichen… Fortsetzung folgt, GARANTIERT…

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Unbekannter Radfahrer, Martha ich und Hene

La gente hermosa

In Salento war ich insgesamt eine Woche, bevor ich dann nach Medellin weiterzog, wo ich mich momentan aufhalte. Doch da mir die Leute, welche ich in Salento getroffen habe so gut in Erinnerung geblieben sind, muss ich hier eine Hommage an sie machen.

Dies ist Carlos, welcher mich von Armenia nach Salento begleitet hat. Er kam 4 Tage, nachdem er mich nach Salento begleitet hatte nochmals zurueck, um sich “richtig” von mir zu verabschieden. Dabei flossen von seiner Seite sogar Traenen, sehr suess…

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Diese Familie zeltete mit mir auf dem gleichen Zeltplatz und nahm mich ins Valle Cocora mit, wo wir zusammen Kaffee tranken, bevor ich dann weiterzog.

salento 029Da ich mich in Salento in der Kaffeeregion befand, besuchte ich natuerlich auch eine Kaffeefarm, naemlich jene von Don Elias, welcher den Kaffee selber ansaeht, pflueckt, roestet und dann verkauft. Trotz seinen 75 Jahren ist er voll im Schuss, dank 6 Kaffees, welche er taeglich trinkt.

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Neben Kaffee pflanzt er auch noch Yuca, Mais und Bananen an, es war sehr interessant seinen Garten Eden zu bestaunen. Dank all diesen Leuten, welche natuerlich nur ein kleiner Teil all der tollen Leute sind, welche ich getroffen habe, wird mir Kolumbien immer in guter Erinnerung bleiben, doch ich habe noch Zeit bis am 2. August, dieses Land besser kennen zu lernen. Danach werde ich per Boot von Cartagena nach Panama fahren.

Neben den Leuten ist natuerlich auch das Essen hier hervorragend, als Radler hat man da keine Probleme, gute Energie fuer das Pedalen zu erhalten… Viva la comida colombiana.

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Colombia, te amo…

Colombia, das Land der nettesten Leute, die mir je begegnet sind. Beispiele gefaellig?

  1. Da fahre ich doch einen Pass nach Armenia herunter, spreche waehrend der Abfahrt mit einem Fahrradfahrer, welcher mich sofort zu sich nach Hause einlaedt, wo ich mit ihm und seiner Familie esse und anschliessend mit ihm an ein riesiges Dorffest gehe, bis er so betrunken ist, dass seine Frau uns nach Hause fahren muss
  2. Als ich Armenia Richtung Salento verlasse begegnet mir ein anderer Radfahrer, Carlos, welcher mich fragt wohin ich fahre. Als er erfaehrt, dass ich nach Salento gehe entscheidet er spontan, mich die 30 km zu begleiten. In Salento lade ich ihn deshalb zum Kaffee ein, er dankt Gott, dass er mir, dem “Guerrero Suizo” begegnet ist, und weint sogar beim Abschied… Sehr emotional und sehr ehrlich, hach, ich mag diese Menschen hier sehr.

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Nachdem ich die Wueste von Tatacoa bei 40 Grad Celsius durchquert (leider verlor ich auf unerklaerliche Weise alle Fotos auf meinem Memorystick) und einen 3600 m hohen Pass ueberquert hatte, kam ich schliesslich ueber Armenia nach Salento. Ich persoenlich mag ja die kleinen pueblitos viel lieber als die ciudades und deshalb habe ich mein Zelt fuer das erste Mal in Kolumbien hier aufgeschlagen.

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Salento ist zwar ein bisschen touristisch, doch wunderschoen und besitzt dank seiner Hoehe von 1900 m.u.M. ein sehr angenehmes Klima. Doch die Attraktion hier ist das Valle de Cocora, wo sich la palma de cera (Quindio-Wachspalme) befindet, welche die hoechste Palmenart der ganzen Welt ist. Mit diesen coolen Willis, wo bis zu 10 Personen reingestopft werden koennen, geht es ins 15 km entfernte Valle, was ich natuerlich auch machte, da ich nicht immer Fahrrad fahren mag.

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Die Region ist unglaublich, man laeuft bis auf 2800 m hoch, auf dem Weg begegnen mir all diese Palmen, Fichten und sogar Teile vom Regenwald. Unglaublich diese Fauna, was mich einfach begeistert. Ich bin froh hier zu sein und werde ein paar Trekkings machen, bevor ich weiterziehen werde.

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nacho 055nacho 056In dieser Region werde ich sogar eins mit der Natur, wir verliessen gegenseitig (oder so). Ausserdem treffe ich zwei Schweizer, welche beide aus der Region Bern kommen. Das zeigt mir aber auch, dass ich wirklich in einem touristischen Gebiet bin, denn sonst spreche ich eigentlich den ganzen Tag nur Spanisch, ist lange her, seit ich Schweizerdeutsch gesprochen habe. Aber so lerne ich am besten und habe Kontakt mit den Leuten von hier, was schliesslich auch das Ziel des Reisens sein sollte.

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nacho 073Bei jedem Kolumbienbesuch sollte diese Region zum Pflichtprogramm gehoeren, wie die Bilder aufzeigen… Bis bald…

COLOMBIA

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Kurz bevor ich die Grenze ueberquerte, hatte ich mein Jubilaeum zu feiern, 5000 km auf dem Fahrrad und ich hoffe, dass es noch mindestens 5000 km mit unvergesslichen Erlebnissen Richtung Mexiko sein werden. Nachdem ich mich ueber 2 Monaten in Ecuador aufgehalten hatte, war es an der Zeit fuer mich in ein neues Land Richtung Norden zu pedalen. Ich waehlte fuer meinen Grenzuebertritt einen Grenzuebergang im Dschungel (San Miguel), um ruhig nach Kolumbien einreisen zu koennen, ohne dass viele Menschen am Grenzuebergang sind.

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Innerhalb von 10 Minuten war ich dann im, von anderen Fahrradfahrern, gelobten Land. Dass es nicht mehr Ecuador war merkte ich sofort, da die Strassen wieder sofort schlechter waren und es manchmal einige Kilometer nur Schotterstrasse hatte und keinen  Asphalt mehr. Doch auch dies konnte mich nicht aus der Ruhe und so wurde mein Weg durch den Dschungel vor allem von Militaer begleitet, welche alle 10 km mindestens einen Stuetzpunkt haben. Obwohl die Guerilla FARC nicht mehr so aktiv ist, muessen natuerlich die Stellungen gehalten werden und ich fuehle mich auch sehr sicher hier, denn die Leute sind anders als in allen bisher bereitsten

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Die Landschaft in Kolumbien ist natuerlich auch ueberwaeltigend mit den vielen Bergen und damit auch den vielen Steigungen fuer mich als Fahrradfahrer. Den es gibt in Kolumbien die Cordillera Occidental, Cordillera Central und die Cordillera Oriental, welche von Nord nach Sued durchs ganze Land reichen. Somit musste ich auch hier ueber 1700 m an Hoehe gewinnen, da ich aus dem Dschungel kam, welcher fast auf Meereshoehe liegt.colombia 076

 

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Nah 4 Tagen Fahrradfahren, kam ich schliesslich in San Agustin an, um mich ein bisschen auszuruhen. Hier ist es so friedlich und nett, dass ich nun fuer 4 Tage hier in einer kolumbianischen Familie uebernachten konnte und mir das Dorf und die Umgebung anschauen konnte. Die Leute sind alle sehr freundlich und wollen mit mir sprechen und sich mit mir austauschen. Es gefaellt mir ausserordentlich und ich glaube, nun definitiv in Kolumbien angekommen zu sein. Die Bilder zeigen, wie friedlich das Zusammenleben doch eigentlich sein kann. Am Sonntag war ausserdem Bingo, wo die Leute alle im Stadion sitzten und hofften, das Motorrad zu gewinnen. Die Leute waren dort bis zu 6 Stunden, ich bewunderte die Ausdauer dieser Leute.

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5 km von San Augustin entfernt liegt ausserdem ein wunderschoener Park, welcher Statuen von frueheren Kulturen dieser Region ausstellt. Von wem die Figuren allerdings sind, kann nicht genau beantwortet werden, da diese Menschen sich ploetzlich aus ungeklaerten Gruenden aus dem Staub gemacht haben.

 

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